Wilhelm Jursitzky

Spinnereiarbeiter. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1896   † 1944

 

Herkunft, Beruf

Wilhelm Jursitzky wurde am 8.1. 1896 in Ebenfurth geboren. Er war Spinnereiarbeiter in der Mitterndorfer Tuchfahr.

Widerstand, Todesurteil, Hinrichtung

Wilhelm Jursitzky agierte als Funktionär der KPÖ im Bereich Ebreichsdorf. Er gab Flugblätter, die er von seinem Bruder Bruno erhielt, weiter. Wilhelm Jursitzky wurde am 12.7. 1943 verhaftet und am 20.4. 1944 zum Tode verurteilt. Seine Hinrichtung erfolgte am 21.6. 1944 im LG I in Wien.

Sein Bruder Bruno (* 26.9.1898), ebenfalls Widerstandskämpfer, wurde bereits am 25.2.1944 im LG I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

“Der Angeklagte Jursitzky zahlte bereits in den Jahren 1936 und 1937 auf Veranlassung des Kommunisten Erwin Bartuschek Kampfspenden für die roten Spanienkämpfer. Im Frühsommer 1939 trat Bartuschek erneut an den Angeklagten heran und forderte ihn auf, Beiträge zur Unterstützung von Angehörigen politischer Häftlinge zu geben. Der Angeklagte war hierzu bereit und zahlte fortlaufend monatlich 0,50oder 1,- RM an Bartuschek. Als Bartuschek 1939 zur Wehrmacht einrücken musste, übertrug er dem Angeklagten seine Funktion als Kassierer und nannte ihm eine Anzahl Personen, bei denen er kassieren solle. (…) Seit Frühjahr 1941 stand der Angeklagte durch seinen Bruder Bruno Jursitzky, den er zusammen mit dem Angeklagten Johann Knize aufsuchte, auch mit der illegalen KPÖ in Wien in Verbindung.”

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Weblinks und Quellen